Dysbalancen, die sich in Gesicht
und Körper einprägen
Das Kausystem ist wie ein fein aufeinander abgestimmtes Uhrwerk.
Wenn Kieferknochen, Kiefergelenk, Zahnhalteapparat oder
Zähne nicht richtig aufeinander abgestimmt sind und
aus der Balance geraten, schlägt sich das sichtbar
im Gesicht nieder. Noch mehr: Sogenannte Dysbalancen des
Kausystems haben auf den gesamten Körper Auswirkungen.
Sie können Schmerzen in entfernten Körperteilen
auslösen und sogar die Funktion und den Stoffwechsel
von Organen verändern. Eine Fehlstellung der Zähne
bewirkt unter Umständen Verspannungen der Muskulatur
und Schmerzen in Hals, Rücken und Schultern.
Der geübte Zahnarzt erkennt ein Kiefergelenksyndrom
oft schon am Erscheinungsbild des Patienten: An starken
Nasolabialfalten, tiefen Falten im Mundwinkel oder der Stellung
des Kopfes auf den Schultern. Was bei den Betroffenen kaum
bekannt ist: Durch die richtige Behandlung lassen sich nicht
nur Schmerzen ausschalten. Auch das äußere Erscheinungsbild
wird harmonisiert. Falten werden vermindert, das Aussehen
wird jünger und freundlicher.
Die Beschwerden
Die Liste der Funktionsstörungen ist lang: sie reicht
von Kopf- und Zahnschmerzen bis hin zum Brennen im Mund
oder Ohrenschmerzen. Sehr häufig werden auch Knack-,
Knirsch- und Reibegeräusche im Kiefergelenksbereich
von derartigen Störungen ausgelöst. Aber auch
übersensible Zähne und Zahnhälse können
in Dysfunktionen des Kiefergelenks ihre Ursache haben.
Die Analyse
Durch die Funktionsanalyse und computerunterstützte
digitale Röntgentechniken lässt sich eindeutig
abklären, ob bei dem Patienten funktionelle Störungen
vorliegen. Hier werden sowohl in mehreren Schritten die
Hauptpositionen und Bewegungen des Unterkiefers instrumentell
festgehalten, als auch die Kiefergelenke am Computerbildschirm
in verschiedenen Ebenen vermessen.
Die Behandlung
In manchen Fällen ist es eine nicht optimal passende
Füllung oder Krone, die die Funktionsstörungen
auslöst. Oft rührt die Störung jedoch von
Abnutzungserscheinungen her. Der Biß ist zu niedrig,
die Zähne sind im Laufe der Zeit für den Kiefer
zu kurz geworden. Gerade diese Abnutzungserscheinungen führen
zu Nasolabialfalten oder Falten neben dem Mund. Die Haut
wirft Falten, weil die Mundpartie kürzer geworden ist.
Nach einer Vorbehandlung durch eine spezielle Aufbißschiene
kann die endgültige, optimale Versorgung der Zähne
etwaige Schmerzen ausschalten und auch mögliche Falten
im Mundbereich glätten.
Stichwort "Zähneknirschen"
Neben psychischen Ursachen - der Streß ist so groß
geworden, dass er "Durchbeißen" verlangt
- kann nächtliches Zähneknirschen auch durch sogenannte
Fehlkontakte verursacht sein. Der Körper setzt sich
gegen Fremdkörper - zu hohe Kronen oder Füllungen
- zur Wehr und versucht, diese wegzuscheuern. Die Kräfte,
die dabei freigesetzt werden, sind enorm: Sie betragen bis
zu 80 Kilopond, etwa soviel, wie ein ausgewachsener Mann
wiegt. Diese Kräfte schädigen den Kauapparat und
führen zu Muskelverhärtungen. Diese Verspannungen
lassen sich über die Funktionstherapie beseitigen.
Denn wenn sich der Kiefer normalisiert, entspannen sich
die Kaumuskeln und nehmen eine normale Länge und Haltung
ein.