Prophylaxe
als Lehrfach
Deutschland ist in Bezug auf Prophylaxe ein Entwicklungsland.
Die Kunst der Reparatur wird groß geschrieben, doch
auf Vorbeugung und Erhalt wird immer noch viel zu selten
Wert gelegt.
Die Ursache ist klar: An den 31 deutschen Uni-Zahnkliniken
gibt es nur wenige echte Abteilungen für Parodontologie
und Prophylaxe.
Mit allen Zähnen alt
werden
Mit umfassender Zahnprophylaxe können Sie sich und
Ihren Kindern die Gesundheit Ihrer Zähne erhalten.
Am Anfang jeder umfassenden Prophylaxe-Behandlung steht
die Ermittlung des individuellen Karies- und Parodontoseriskos,
damit so konsequent wie möglich eine sanfte und schonende
Therapie erfolgen kann.
Karies
Die Zahnfäule hat ihren Ursprung in einer Bakterieninfektion
der Mundhöhle. Meistens infizieren schon Mütter,
die bei vorhandenen faulen Zähnen oder vielen Zahnbelägen
eine besonders hohe Anzahl von Karieskeimen haben, die
Mundhöhle der Babys. Um diese Erstinfektion zu vermeiden,
sollen sich werdende Mütter einer besonders intensiven
Prophylaxe unterziehen.
Die Säulen der Kariesprophylaxe sind:
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Diagnose des individuellen
Kariesrisikos, z. B. über Speicheltest und Beratungsgespräch, |
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tägliche Mundhygiene nach
Anleitung durch den Zahnarzt: Reinigung mit moderner
Zahnbürste, fluoridhaltiger Paste, Zahnseide, |
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zahngesunde Ernährung:
zuckerarme, vitaminreiche und ballaststoffreiche
Nahrung laut Ernährungsplan vom Zahnarzt, |
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bei Risikopatienten: zusätzliche
Fluoridgabe über Tabletten, Gel oder Mundspülung, |
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professionelle Zahnreinigung
durch das Zahnarztteam: Entfernung harter und weicher
Beläge, Ablagerungen an Wurzeln entfernen, Glätten
von Füllungen und Rändern, Politur und
Fluoridierung, |
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bei Kindern: Versiegelung der
Zahnfissuren und Grübchen. Flüssiger Kuststoff
verschließt die gefährdeten Stellen. |
Parodontitis
Durch die Erkrankung des Zahnhalteapparats werden die Zähne
locker und fallen aus. Erstes Alarmsignal: Zahnfleischbluten. Über
sogenannte Markerbakterien kann das individuelle Parodontitis-Risiko
bestimmt werden, über regelmäßige Messung
der Tiefe der Zahntaschen der Grad der Erkrankung. Neuerdings
wird auch versucht, mit Antibiotika die Entzündung
und damit den schleichenden Zahnverlust zu bekämpfen.
Große chirurgische Eingriffe wie das Aufschneiden
der Taschen können dank neuer Behandlungsmethoden
heute oft vermieden werden.