Die modernen
Methoden
Trotz aller Vorsorge und zahnerhaltender Maßnahmen
kommt es immer wieder vor, dass Zähne gezogen
werden müssen. Auch für Patienten, die sich keine
Implantate einsetzen lassen möchten, stehen eine Reihe
anderer Methoden zur Verfügung, die erstklassige ästhetische
Ergebnisse erbringen. Denn die moderne Prothetik - die Disziplin
der Zahnheilkunde, die sich mit dem Ersatz von Zähnen
beschäftigt - hat die klassischen Lösungen zur
Perfektion weiterentwickelt.
Doch gilt in der Prothetik ebenso wie in der Implantologie:
Um ein optimales ästhetisches Ergebnis erzielen zu
können, muß das Fundament stimmen. Häufig
geht deshalb der eigentlichen prothetischen Behandlung die
Sanierung von Zahnhalteapparat und Zahnfleisch voraus.
Festsitzende Brücken
Festsitzende Brücken sind der komfortabelste Zahnersatz.
Denn Brücken fühlen sich an wie die eigenen Zähne,
haben eine gleichwertige Kauleistung und werden auch so
wie die eigenen Zähne gepflegt. Eine Brücke kann
nur drei Zähne umfassen - zwei Brückenpfeiler
und ein Brückenglied - oder auch 14 bis 16 Zähne,
also eine ganzen Kiefer. Brücken werden auf den Brückenpfeilern
fest zementiert und können dann nicht mehr aus dem
Mund genommen werden, ohne sie zu zerstören. Ihre Haltbarkeit
beträgt bei sorgfältiger Anpassung, guter Mundhygiene
und regelmäßiger Nachsorge mehr als 20 Jahre.
Und wenn die Brücke doch einmal kaputt gehen sollte
- indem sie bricht oder die oberste Keramikschicht absplittert
- läßt sie sich, sofern die Brückenzähne
intakt sind, immer wieder erneuern.
Hybrid Prothesen
Wenn eine Lücke eine bestimmte Größe überschreitet
oder wenn kein Backenzahn mehr als Brückenpfeiler zur
Verfügung steht, ist die Hybrid-Prothese die äshthetisch
anspruchsvollste konventionelle Lösung. Ihren Namen
hat sie deshalb, weil sie sowohl aus einem festsitzenden
als auch aus einem herausnehmbaren Teil besteht. Kennzeichen
aller Hybridprothesen ist die klammerlose Verankerung an
noch vorhandenen Zähnen. Für diese Verankerung
gibt es eine Vielzahl von Verbindungselementen, die einen
präzisen und stabilen Sitz gewährleisten, ohne
aber nur im geringsten sichtbar zu sein. Stege und Teleskop-Kronen
zum Beispiel oder sogenannte Geschiebe-Präzisionsverbindungsteile,
die wie ein Schwalbenschwanz aufgebaut sind. Durch diese
fortschrittlichen Verbindungselemente gewährleisten
Hybrid-Prothesen eine komfortable, störungsfreie Funktion
und ein perfektes, ästhetisches Erscheinungsbild.
Totalprothesen
Totalprothesen werden dann angefertigt, wenn in einem Kiefer
keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Diese Situation
der Zahnlosigkeit stellt Zahnarzt und Zahntechniker vor
ganz besondere Probleme: Denn es gibt keine Anhaltspunkte
mehr bezüglich Größe, Form, Stellung, Länge
der Zähne und Lage der Kauebene. Außerdem stellt
die Saugkraft der Schleimhaut das einzige Halteelement der
Prothese dar. Heute ist es vielfach möglich, auch ungünstige
Kieferformen mit stark reduzierten Kieferkämmen mit
einer gut sitzenden und einwandfrei funktionierenden Totalprothese
zu versorgen. Dies geschieht zum einen durch sorgfältige
Ausdehnung der Prothesenbasis - des Bereichs, der die Schleimhaut
bedeckt - und zum anderen durch die Abstimmung der Prothese
auf das funktionelle und mimische Muskelspiel des Patienten.
Mit Hilfe von Fotos, auf denen der Patient mit seinen natürlichen
Zähnen zu sehen ist, sind Zahnarzt und Zahntechniker
in der Lage, die Prothesenzähne so paßgenau auszuwählen,
dass eine perfekte Ästhetik erreicht wird: Die
Zähne werden nicht als Prothese erkannt und sehen natürlich
und altersentsprechend aus.